Niederlande

Dass unser Nachbarland auf vielen Gebieten recht großzügig und liberal ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. In aller Munde ist gegenwärtig die Diskussion über ein selbst bestimmtes Sterben sehr kranker Menschen. Auch was den Konsum weicher Drogen betrifft, zeigen sich Gesellschaft und Gesetzgebung in den Niederlanden toleranter als in anderen Staaten Europas. Wenig verwunderlich ist deshalb die Tatsache, dass Freikörperkultur an Stränden in Holland nicht nur toleriert wird, sondern an ausgewiesenen Strandbereichen ausdrücklich erlaubt ist.

Das Kürzel FKK hat dabei in Holland die selbe Bedeutung wie in Deutschland. Die gekennzeichneten Strandbereiche werden mit Schildern kenntlich gemacht, auf denen Folgendes zu lesen ist: „naaktecreatie toegestaan, FKK gestattet (artikel 5.3.14 lid 1 APV)“ oder „Naturistenstrand, FKK Strand, Plage Naturiste, Nudist Beach“. Hier wird also mit dem entsprechenden Passus auf dem Schild auch den deutschen Touristen Rechnung getragen. Viele Badeorte, vor allem an der Nordseeküste, verfügen über so ausgeschilderte Nudistenstrände, die teilweise sogar bewacht sind. Im Einzelnen befinden sich FKK-Strände an folgenden Orten:

Provinz Noord-Holland: Texel (2 Strände), Julianadorp/Den Helder, Grote Keeten, Callantsoog, Schorl aan Zee, Zandvoot, Bloemendaal.

Provinz Zeeland: Renesse, Domburg, Oostkapelle/Vrouwenpolder, Breskens.

Provinz Zuid-Holland: Hoek van Holland, Noordwijk, Schevingen, Westduinpark, Kijkduin, Rockanje.

In den Niederlanden kann man sich also nahtlose Urlaubsbräune holen, ohne weit reisen zu müssen. An den holländischen FKK-Stränden werden die Touristen sogar gastronomisch versorgt. An kleinen Büdchen werden Snacks, Getränke und Eis verkauft. Für den Einkauf an den Büdchen sollte man sich jedoch notdürftig bekleiden. Die Strände sind sehr schön und das Wasser ist sauber.